Sonntag, 8. August 2010
Tess Gerritsen: Blutmale
Aus dem Amerikanischen von Andreas Jäger, zuerst erschienen 2009.
Der Roman endet so:
»Ja.« Sie lächelte. »Ich bin bereit.« Dann wandte sie sich ab, um ihnen zu folgen, und die drei Dämonenjäger stiegen zusammen den Hügel hinunter.
Donnerstag, 5. August 2010
Patricia Cornwell: Scarpetta
Aus dem Amerikanischen von Karin Duffer, zuerst erschienen 2009.
Der Roman endet so:
Lucy schloss die Finger um ihr Glas, prostete ihrer Tante zu und hob es dann an die Lippen. Sie schnupperte und kostete mit der Zunge, wie es ein Weinkenner bei einem guten Wein tat. Dann warf sie Scarpetta unter dem Schirm ihrer Baseballkappe einen Blick zu und lächelte.
Donnerstag, 29. Juli 2010
Juli Zeh: Adler und Engel
Zuerst erschienen 2001.
Der Roman endet so:
Weil der nasse Stoff auf der Haut zu jucken beginnt, ziehe ich die Hose aus, das Hemd auch und setze mich nackt auf die Mauer im Hof. Es ist ein guter Moment, um sich waschen zu lassen. Ich führe die Hände im Schoß zusammen und betrachte sie aufmerksam, sie sind mir bekannt und vertraut, die Finger formen sich zu einer Schale, die leer ist und leer bleibt, nicht einmal geeignet, das hineintropfende Waser zu einer kleinen Pfütze zu sammeln. Als ich lange genug hingesehen und alles verstanden habe, öffne ich die Hände wieder, drehe sie flach ausgesteckt erst nach oben, dann nach unten, nichts fällt hinein und nichts heraus. Erleichtert lasse ich mich auf den Rücken sinken, der Regen strömt stark und gleichmäßig. Ein paar Mal greife ich über mich in die nasse, balkenlose Luft. So bleibe ich liegen und schaue in die Wassermassen, deren fallende Bewegung man übersehen kann, indem man sie anstarrt.
Sonntag, 25. Juli 2010
John Updike: Terrorist
Aus dem Englischen von Angela Praesent, zuerst erschienen 2006.
Der Roman endet so:
Überall um sie her, die Eighth Avenue hinauf zum Broadway, wimmelt es in der großen Stadt von Menschen, manche chic, die meisten schäbig angezogen, einige wenige schön, die meisten jedoch nicht, alle von den turmhohen Bauten um sie her auf Insektengröße reduziert, und dennoch hasten sie dahin, in der milchigen Morgensonne auf irgendeinen Plan, ein Projekt, eine Machenschaft versessen, oder auf eine Hoffnung, die sie für sich selbst hegen und die ihnen Grund gibt, einen weiteren Tag zu leben, jeder Einzelne von ihnen lebendig auf die Nadel des Bewusstseins gespießt, auf Selbstförderung und Selbsterhaltung fixiert. Auf das, und nur auf das. Diese Teufel, denkt Ahmed, haben mir meinen Gott weggenommen.
Freitag, 23. Juli 2010
Simon Beckett: Leichenblässe
Aus dem Englischen von Andree Hesse, zuerst erschienen 2009.
Der Roman endet so:
«Ich war nur beruflich unterwegs», sagte ich. «Aber jetzt bin ich wieder hier.»
Dienstag, 20. Juli 2010
Frank Goosen: Mein Ich und sein Leben
Die Sammlung von Kurzgeschichten, Essays und Kolumnen erschien zuerst 2004 und endet so:
Wir haben diese Frage in jener Nacht nicht beantworten können und sind schließlich hochtrunken heimwärts getrottet, haben die ein oder andere Häuserwand auf einen Übergang in eine andere Dimension hin abgetastet, nichts gefunden, und doch von der Idee nicht lassen können, es gebe irgendwo einen Ort, an dem die Beatles noch zusammen sind.
Freitag, 16. Juli 2010
Frank Goosen: Weil Samstag ist
Zuerst erschienen 2008.
Das Buch endet so:
Vor meinem inneren Auge sehe ich die Wochenenden der nächsten Jahre vor mir. Ich sehe abgewrackte Vereinsheime und peinliche Niederlagen. Ich sehe brüllende Väter und erkenne mich mitten unter ihnen. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Beziehungsweise ein ganz anderes Buch.
Samstag, 3. Juli 2010
Miriam Meckel: Brief an mein Leben
Das Buch, zuerst erschienen im Jahr 2010, endet so:
«Liebes Leben», habe ich Dir geschrieben, «komm zurück zu mir und lass mich zu. Ich werde Dich auch zulassen, denn ich vermisse Dich so. Und nimm Dir die Zeit, die Du brauchst. Es gibt genug davon. Ich will sie mir auch nehmen, will es zumindest zum ersten Mal ernsthaft versuchen. Du fehlst mir so in all dem, was ich bislang getan habe.»
Donnerstag, 1. Juli 2010
Bernhard Hoëcker: Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers
Das Buch, zuerst erschienen im Jahr 2007, endet so:
Wir schleppten uns mal wieder zum Auto. Doch schon als wir im sicheren Wagen saßen, den dunklen Wald hinter uns, und das Schnurren der sechs Zylinder uns ein Gefühl der Sicherheit vermittelte, wussten wir: JA, WIR KOMMEN WIEDER. Dann ist Station 1 reif, und wir werden den Cache zur Strecke bringen. Wir waren uns einig, fuhren los und fassten uns dabei an den Händen.
Sonntag, 20. Juni 2010
David Baldacci: Die Spieler
Aus dem amerikanischen Englisch von Uwe Anton, zuerst erschienen 2009.
Der Roman endet so:
Dann verschwand John Carr in den Wogen.
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